FAQ zu Identity & Access Management
Was ist der Unterschied zwischen IdM, IAM und PAM?
Identity Management (IdM) verwaltet digitale Identitäten und ihre Attribute über den gesamten Lebenszyklus. Identity & Access Management (IAM) umfasst zusätzlich das Access Management, also Authentifizierung, Autorisierung und Single Sign-On. Privileged Access Management (PAM) ist eine Spezialisierung für besonders kritische Konten wie Administrator*innen. In der Praxis bildet IAM die Basis, PAM ergänzt sie für hochprivilegierte Zugriffe.
Ist Keycloak ein vollwertiges IAM-System und ist es kostenlos?
Ja. Keycloak ist eine Open-Source-Plattform für Identity & Access Management mit SSO, MFA, Föderation und Unterstützung für OpenID Connect, OAuth 2.0 und SAML 2.0. Die Software selbst ist lizenzkostenfrei; Aufwände entstehen für Konzeption, Anpassung, Integration und Betrieb. Genau diese Leistungen erbringen wir – von der Erstkonfiguration bis hin zur hochverfügbaren Kubernetes-Umgebung mit mehreren hunderttausend Nutzer*innen.
Welche Anforderungen stellt NIS2 an das Identity & Access Management?
Das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz ist seit Dezember 2025 in Kraft. Zu den verpflichtenden Risikomanagement-Maßnahmen gehören unter anderem Konzepte für Zugriffskontrolle, Multi-Faktor-Authentifizierung und das Management von Identitäten – bei persönlicher Verantwortung der Geschäftsleitung. Ein zentrales IAM setzt diese Anforderungen technisch um und liefert die für Nachweise nötige Protokollierung. Wir prüfen im Compliance-Check, wo Ihre Lücken liegen.
Wie läuft die Einführung eines zentralen IAM-Systems ab und wie lange dauert sie?
Wir starten mit einem Reifegrad-Check und einer Architektur- und Konzeptphase, auf Wunsch gefolgt von einem schlanken Proof of Concept. Die Implementierung erfolgt iterativ mit regelmäßigen Releases. Die Dauer hängt von Systemlandschaft und Migrationsumfang ab: Ein fokussierter PoC ist in wenigen Wochen machbar; das Hamburger Schuldock ging inklusive Konzeptphase nach rund neun Monaten produktiv – pünktlich und im Budget.
Können auch Alt- und Individualsysteme (Bespoke-Software) angebunden werden?
Ja, das ist einer unserer Schwerpunkte. Wo Standardprotokolle wie OpenID Connect, SAML oder SCIM nicht ausreichen, entwickeln wir individuelle Konnektoren, Provisionierungsstrecken und Migrationswerkzeuge. So werden Berechtigungen auch in gewachsenen Landschaften „bis in die letzte Meile“ der Zielsysteme wirksam.
On-Premises, eigene Cloud oder Managed Services – welche Betriebsmodelle sind möglich?
Alle drei. Wir betreiben IAM-Plattformen in Ihrer Infrastruktur, in souveränen Cloud-Umgebungen oder vollständig gemanagt in unseren vier eigenen, zertifizierten Rechenzentren in Deutschland – DSGVO-konform, mit SLA, Monitoring und 24/7-Option. Der Wechsel zwischen Betriebsmodellen bleibt dank Container-Architektur (Docker, Kubernetes) möglich.
Was kostet ein IAM-Projekt?
Das hängt von Nutzerzahl, Anzahl und Art der anzubindenden Systeme, Compliance-Anforderungen und Betriebsmodell ab. Seriös ist eine Aussage erst nach einer kurzen Anforderungsklärung, deshalb starten wir bewusst mit dem Reifegrad-Check und einem klar umrissenen Konzeptangebot statt mit Pauschalen. Open-Source-Plattformen vermeiden dabei laufende Lizenzkosten pro Nutzer*in.
Warum Open Source IAM statt einer proprietären Lösung?
Open Source bedeutet volle Transparenz über sicherheitsrelevanten Code, keine nutzerbasierten Lizenzkosten, eine große Community und digitale Souveränität: Sie bleiben unabhängig von Preis- und Produktentscheidungen einzelner Anbieter. Für viele öffentliche Auftraggeber ist das inzwischen Vergabekriterium. Wo proprietäre Plattformen wie Entra ID die bessere Wahl sind, sagen wir das ebenso klar – wir beraten herstellerneutral.