FAQs: HSM-B-Verfahren
Was ist die HSM-B?
Die HSM-B ist die digitale, kartenlose Form der SMC-B. Die Institutionsidentität einer Einrichtung wird dabei in einem Hardware Security Module (HSM) in einem gesicherten Rechenzentrum betrieben und authentifiziert die Einrichtung automatisiert gegenüber der Telematikinfrastruktur. Bereitgestellt wird die HSM-B über ein TI-Gateway.
Ersetzt die HSM-B die SMC-B-Karte?
Die HSM-B ist eine Alternative zur physischen SMC-B, kein verpflichtender Wechsel. Bestehende Karten bleiben weiterhin nutzbar. Perspektivisch ist die HSM-B jedoch das Verfahren der TI 2.0, in der gesteckte Institutionskarten und lokale Konnektoren durch servicebasierte Komponenten abgelöst werden.
Ist die HSM-B genauso sicher wie die SMC-B Karte?
Ja. Die kryptografischen Schlüssel liegen in einem Hardware Security Module, das speziell gegen logische und physische Angriffe gehärtet ist. Das Sicherheitsniveau entspricht dem der physischen SMC-B, der Betrieb erfolgt jedoch in gesicherten Rechenzentren statt in lokalen Kartenterminals.
Welche Voraussetzungen brauchen wir für die HSM-B?
Die HSM-B wird über ein TI-Gateway bereitgestellt. Kliniken benötigen also eine TI-Anbindung über ein TI-Gateway, etwa das von AKQUINET. Ein lokaler Konnektor und eine gesteckte SMC-B sind für die Authentifizierung der Institution dann nicht mehr erforderlich. Die Einrichtung und Verwaltung erfolgt über das AKQUINET TI-Gateway-Portal.
Brauchen wir weiterhin Kartenterminals?
Ja, aber für andere Aufgaben. Kartenterminals bleiben überall dort im Einsatz, wo elektronische Gesundheitskarten (eGK) oder Heilberufsausweise (eHBA) gelesen werden. Nur die gesteckte SMC-B zur Authentifizierung der Institution entfällt.
Muss die HSM-B erneuert werden?
Ja, auch die HSM-B basiert auf Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit. Die Erneuerung erfolgt jedoch digital und zentral über den Anbieter. Ein Folgekartenantrag, ein Kartentausch oder ein Vor-Ort-Termin ist dafür nicht erforderlich.
Was passiert mit unseren bestehenden SMC-B-Karten?
Bestehende Karten bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit gültig und nutzbar. Der Wechsel auf die HSM-B bietet sich vor allem dann an, wenn ohnehin ein Kartentausch, ein Konnektorwechsel oder die Migration auf ein TI-Gateway ansteht.
Muss die PIN täglich eingegeben werden?
Nein. Nach der initialen Aktivierung erfolgt die Authentifizierung dauerhaft und automatisiert im Hintergrund. Auch nach Systemneustarts authentifiziert sich die Einrichtung automatisch neu, eine PIN-Eingabe ist nicht erforderlich.
Für wen lohnt sich die HSM-B besonders?
Je mehr Betriebsstätten und Institutionskarten eine Einrichtung verwaltet, desto größer der Effekt. Kliniken, Klinikverbünde und Träger mit angeschlossenen MVZ profitieren am stärksten, weil Kartenverwaltung, Tauschzyklen und PIN-Prozesse mit jeder Betriebsstätte mitwachsen. Die HSM-B skaliert dagegen zentral.