Zwei IT-Techniker stehen vor einem Rag in einem Rechenzentrum.
: ✓ kartenlos ✓ ohne PIN-Eingabe ✓ ohne Installation vor Ort

Die HSM-B: Institutionsidentitäten ohne Karte

Die HSM-B verlagert die SMC-B aus dem Kartenschacht in ein Hardware Security Module im Rechenzentrum. Ihre Klinik authentifiziert sich kartenlos gegenüber der Telematikinfrastruktur, unterbrechungsfrei und ohne PIN-Eingabe.

Die Bereitstellung erfolgt direkt über das AKQUINET TI-Gateway-Portal: ohne Kartenversand, ohne Installation vor Ort und mit signifikant verkürzter Anbindungszeit.

Das HSM-B-Verfahren: SMC-B-Identitäten kartenlos betreiben

Die HSM-B ist die kartenlose Alternative zur physischen SMC-B. Beim HSM-B-Verfahren wird die Institutionsidentität einer Einrichtung nicht mehr auf einer Smartcard gespeichert, sondern in einem Hardware Security Module (HSM) in einem hochsicheren Rechenzentrum betrieben. Die Authentifizierung gegenüber der Telematikinfrastruktur erfolgt automatisiert über das TI-Gateway, mit derselben kryptografischen Sicherheit wie bei der Karte, aber ohne Kartenversand, ohne belegten Steckplatz und ohne PIN-Eingabe.

Für Kliniken und Krankenhäuser ist das ein struktureller Unterschied. Wer mehrere Standorte, Fachabteilungen und angeschlossene MVZ betreibt, verwaltet schnell Dutzende SMC-B-Karten, jede mit eigener Laufzeit, eigener PIN und eigenem Steckplatz. Die HSM-B ersetzt diese Kartenflotte durch zentral verwaltete digitale Identitäten, bereitgestellt über das AKQUINET TI-Gateway-Portal. Der TI-Zugang läuft dabei unterbrechungsfrei, auch nachts, am Wochenende und bei Personalwechsel, ohne dass eine Karte gesteckt oder eine PIN eingegeben werden muss.

Das leistet die HSM-B im Betrieb

Unterbrechungsfreier TI-Zugang ohne PIN-Eingabe

Nach der initialen Aktivierung authentifiziert sich Ihre Einrichtung dauerhaft und automatisiert gegenüber der Telematikinfrastruktur. Die PIN-Eingabe an der SMC-B entfällt vollständig. Der TI-Zugang läuft damit auch nachts, am Wochenende und nach Systemneustarts ohne Unterbrechung, ohne dass jemand vor Ort eine Karte freischalten muss.

Keine Abhängigkeit von physischen Karten

Der Betrieb ist nicht mehr an eine einzelne SMC-B-Karte oder an bestimmte Mitarbeitende gebunden. Eine defekte oder verlorene Karte legt keine Betriebsstätte mehr still, und bei Personalwechsel bleibt der TI-Zugang unberührt. Ein operatives Risiko, das im Klinikbetrieb mit jeder Karte mitwächst, entfällt strukturell.

Keine Installation vor Ort

Die Bereitstellung erfolgt direkt über das AKQUINET TI-Gateway-Portal. Kartenversand, Vor-Ort-Termine und das Stecken in Kartenterminals entfallen. Die Anbindungszeit neuer Betriebsstätten verkürzt sich dadurch signifikant, das ist relevant bei Übernahmen, Umstrukturierungen und Neueröffnungen.

Zertifikatsverwaltung ohne Kartentausch

Auch die HSM-B basiert auf Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit. Der Unterschied liegt im Prozess: Die Erneuerung erfolgt digital und zentral über den Anbieter, ohne Folgekartenanträge, ohne Kartenversand an einzelne Standorte und ohne manuellen Tausch im laufenden Betrieb. Aus einem wiederkehrenden Projekt wird ein Vorgang im Hintergrund.

Sicherheit auf HSM-Niveau

Ein Hardware Security Module ist ein gehärteter Kryptoprozessor, der Schlüssel und Zertifikate gegen logische und physische Angriffe schützt. Die HSM-B bietet damit dieselbe kryptografische Sicherheit wie die physische SMC-B, betrieben in gesicherten Rechenzentren statt in lokalen Kartenterminals.

Warum AKQUINET?

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HSM-B in der Praxis

Mögliche Anwendungsszenarien

Eine junge Ärztin lächelt und steht in einem Krankenhaus-Empfangsbereich

Wartungsfenster am Wochenende


Samstagnacht, geplantes Wartungsfenster: Nach dem Neustart der Systeme muss in der Kartenwelt die SMC-B jeder betroffenen Betriebsstätte per PIN neu freigeschaltet werden. Ist niemand mit PIN-Kenntnis vor Ort, bleibt der TI-Zugang gestört, bis Montagfrüh jemand die Karte freischaltet.

Mit der HSM-B authentifiziert sich die Einrichtung nach dem Neustart automatisch neu. Der TI-Zugang steht ohne manuellen Eingriff wieder zur Verfügung, unabhängig von Uhrzeit, Wochentag und anwesendem Personal.

Briefe werden in einen Briefkasten geworfen

Zertifikatserneuerung statt Kartentauschwelle


Im Klinikverbund erreichen 34 SMC-B-Karten an drei Standorten innerhalb weniger Monate ihr Laufzeitende. In der Kartenwelt bedeutet das: 34 Folgekarten beantragen, PIN-Briefe getrennt zustellen lassen, Termine mit den Standorten koordinieren und jede Karte einzeln tauschen, möglichst ohne den laufenden Betrieb zu stören.

Mit der HSM-B erfolgt die Zertifikatserneuerung digital und zentral über den Anbieter. Kein Kartenversand, keine Vor-Ort-Termine, kein manueller Tausch. Der Vorgang läuft im Hintergrund, der Betrieb bleibt unberührt.

FAQs: HSM-B-Verfahren

Was ist die HSM-B?

Die HSM-B ist die digitale, kartenlose Form der SMC-B. Die Institutionsidentität einer Einrichtung wird dabei in einem Hardware Security Module (HSM) in einem gesicherten Rechenzentrum betrieben und authentifiziert die Einrichtung automatisiert gegenüber der Telematikinfrastruktur. Bereitgestellt wird die HSM-B über ein TI-Gateway.

Ersetzt die HSM-B die SMC-B-Karte?

Die HSM-B ist eine Alternative zur physischen SMC-B, kein verpflichtender Wechsel. Bestehende Karten bleiben weiterhin nutzbar. Perspektivisch ist die HSM-B jedoch das Verfahren der TI 2.0, in der gesteckte Institutionskarten und lokale Konnektoren durch servicebasierte Komponenten abgelöst werden.

Ist die HSM-B genauso sicher wie die SMC-B Karte?

Ja. Die kryptografischen Schlüssel liegen in einem Hardware Security Module, das speziell gegen logische und physische Angriffe gehärtet ist. Das Sicherheitsniveau entspricht dem der physischen SMC-B, der Betrieb erfolgt jedoch in gesicherten Rechenzentren statt in lokalen Kartenterminals.

Welche Voraussetzungen brauchen wir für die HSM-B?

Die HSM-B wird über ein TI-Gateway bereitgestellt. Kliniken benötigen also eine TI-Anbindung über ein TI-Gateway, etwa das von AKQUINET. Ein lokaler Konnektor und eine gesteckte SMC-B sind für die Authentifizierung der Institution dann nicht mehr erforderlich. Die Einrichtung und Verwaltung erfolgt über das AKQUINET TI-Gateway-Portal.

Brauchen wir weiterhin Kartenterminals?

Ja, aber für andere Aufgaben. Kartenterminals bleiben überall dort im Einsatz, wo elektronische Gesundheitskarten (eGK) oder Heilberufsausweise (eHBA) gelesen werden. Nur die gesteckte SMC-B zur Authentifizierung der Institution entfällt.

Muss die HSM-B erneuert werden?

Ja, auch die HSM-B basiert auf Zertifikaten mit begrenzter Laufzeit. Die Erneuerung erfolgt jedoch digital und zentral über den Anbieter. Ein Folgekartenantrag, ein Kartentausch oder ein Vor-Ort-Termin ist dafür nicht erforderlich.

Was passiert mit unseren bestehenden SMC-B-Karten?

Bestehende Karten bleiben bis zum Ende ihrer Laufzeit gültig und nutzbar. Der Wechsel auf die HSM-B bietet sich vor allem dann an, wenn ohnehin ein Kartentausch, ein Konnektorwechsel oder die Migration auf ein TI-Gateway ansteht.

Muss die PIN täglich eingegeben werden?

Nein. Nach der initialen Aktivierung erfolgt die Authentifizierung dauerhaft und automatisiert im Hintergrund. Auch nach Systemneustarts authentifiziert sich die Einrichtung automatisch neu, eine PIN-Eingabe ist nicht erforderlich.

Für wen lohnt sich die HSM-B besonders?

Je mehr Betriebsstätten und Institutionskarten eine Einrichtung verwaltet, desto größer der Effekt. Kliniken, Klinikverbünde und Träger mit angeschlossenen MVZ profitieren am stärksten, weil Kartenverwaltung, Tauschzyklen und PIN-Prozesse mit jeder Betriebsstätte mitwachsen. Die HSM-B skaliert dagegen zentral.

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