Gamechanger im KI-Bereich: Neue Modelle und Funktionen im Überblick

OpenAI Updates: Sora, Canvas und Advanced Voice Mode

Sora: Text-zu-Video leicht gemacht

Sora ist OpenAIs neues Text-zu-Video-Modell, mit dem aus einfachen Texteingaben hochwertige Videoclips erstellt werden können. Es könnte vor allem für Unternehmen und Kreative spannend sein, die Videos effizienter produzieren möchten.

  • Zugriff: Sora ist seit dem 9. Dezember 2024 verfügbar und direkt mit ChatGPT Plus und Pro Accounts verknüpft (außerhalb der EU).
  • Einschränkung: In der EU aktuell nicht verfügbar. Nutzer*innen können jedoch über VPN darauf zugreifen.
  • Vorteile: Intuitives Benutzerinterface und einfache Bedienbarkeit.
  • Kosten: Sora wird als teurer im Vergleich zu Open-Source-Alternativen wie Hunyuan kritisiert.
  • Visual Features: Diese Funktionen sind nicht nur in Sora verfügbar, sondern auch in der ChatGPT-App direkt integriert. Beispiele umfassen:
    • Objektanalyse: Fotografiere einen Gegenstand, und die KI gibt dir Informationen zu Materialien, Funktion oder Design.
    • Reale Hilfe: Halte z. B. ein defektes Gerät in die Kamera, und die KI hilft dir bei der Fehlersuche.
    • Technische Anwendungen: Teile Bildschirmausschnitte aus komplexen Tabellen oder Softwaretools, und die KI erklärt dir Schritt für Schritt, was zu tun ist.
    • Kreative Projekte: Videos und Bilder können mit Vorschlägen direkt angepasst und verbessert werden.

 

Canvas Feature: Mehr als nur ein Editor

Das Canvas-Feature erweitert die Funktionen von ChatGPT um die Möglichkeit, Python-Code auszuführen und Inhalte visuell zu bearbeiten. Besonders praktisch ist, dass diese Funktion jetzt auch in Custom-GPTs integriert werden kann.

Advanced Voice Mode: Natürlich sprechen mit KI

Der neue Voice Mode ermöglicht eine flüssigere Kommunikation mit ChatGPT. Er erkennt nicht nur Videos, sondern bietet auch kontextbezogene Unterstützung, zum Beispiel bei Kochanleitungen oder technischen Problemen. Mithilfe des Voice Modes können auch Anleitungen und Feedback in Echtzeit umgesetzt werden, beispielsweise bei der Bedienung von Geräten oder beim Lösen von Aufgaben.

Google Gemini 2.0: Neue Funktionen und Deep Research

Google hat mit Gemini 2.0 ein umfassendes Update vorgestellt, das insbesondere durch multimodale Fähigkeiten überzeugt:

  • Visuelle Features: Nutzer*innen können reale Objekte analysieren lassen und KI-gesteuerte Vorschläge erhalten. Beispiele beinhalten:
  • Kunstwerke: Fotografiere ein Gemälde, und Gemini liefert Informationen zur Epoche und Technik.
  • Interaktive Szenarien: Nutze die visuelle Unterstützung, um in physischen und virtuellen Welten Aufgaben zu bewältigen, z. B. beim Spielen oder bei der Analyse komplexer Diagramme.
  • Problemlösung: Halte handgeschriebene Notizen oder technische Zeichnungen vor die Kamera, und Gemini erstellt daraus direkt digitale Entwürfe oder Verbesserungsvorschläge.
  • Deep Research: Gemini erstellt detaillierte Forschungspläne und generiert Artikel mit Quellenangaben, ideal für Wissenschaft und Recht. Das Modell durchsucht gezielt relevante Quellen, fasst diese zusammen und liefert direkt verwertbare Ergebnisse, die auch in Formaten wie Google Docs bereitgestellt werden.
  • Anwendungen: Ob komplexe Tabellenanalysen, Content-Erstellung oder die Visualisierung großer Datenmengen – Gemini unterstützt vielseitig und effizient.

Elon Musk und Grok 2: Fortschritte in der Bildgenerierung

Elon Musk’s neues Bildmodell Grok 2 beeindruckt mit realistischen und hochauflösenden Darstellungen. Besonders hervorzuheben ist die natürliche Abbildung von realen Personen – ein Bereich, in dem viele andere Modelle eingeschränkt sind.

  • Realistische Bilder: Grok 2 generiert Portraits und Szenen mit einem Niveau an Detailtreue, das bisher selten erreicht wurde. Es können sogar Bilder von prominenten Persönlichkeiten erstellt werden, die schwer von echten Fotografien zu unterscheiden sind.
  • Vielseitigkeit: Neben Portraits überzeugt Grok 2 auch bei der Darstellung von Produkten, Landschaften und surrealen Szenen. Das Modell eignet sich ideal für die Werbung, kreative Branchen und die Entwicklung von Memes.
  • Herausforderungen: Die ethische Frage, wie realistische Darstellungen reguliert werden sollten, bleibt bestehen. Insbesondere bei der Darstellung real existierender Personen könnten rechtliche und moralische Fragen aufkommen.

Meta veröffentlicht LLaMA 3.3: Günstig und effizient

Meta hat die dritte Generation seines KI-Modells LLaMA 3.3 vorgestellt. Mit 70 Milliarden Parametern liefert es die gleiche Leistung wie das Vorgängermodell mit 405 Milliarden Parametern. Gleichzeitig ist es 25-mal günstiger und komplett Open Source verfügbar.

  • Für Unternehmen: Eine kostengünstige Alternative für KI-basierte Projekte, die auf Open-Source-Lösungen setzen.
  • Langfristige Pläne: Meta baut derzeit ein neues Rechenzentrum in Louisiana, das speziell für die Weiterentwicklung der LLaMA-Modelle ausgelegt ist. Dies unterstreicht Metas Engagement, eine der führenden KI-Infrastrukturen der Welt aufzubauen.
  • Ausblick: Das nächste große Update LLaMA 4 wird für 2024 erwartet und soll erneut deutliche Leistungssteigerungen bringen.