Microsoft, OpenAI, Copilot & Co. – Fokus 2025 und Deutschland

News aus der KI-Welt

In den letzten Wochen hat sich wieder einiges in der Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) getan. Wir beleuchten spannende Neuigkeiten von OpenAI, Microsoft, Google sowie Entwicklungen aus Deutschland und geben Ausblicke auf das mögliche Erreichen einer Allgemeinen Künstlichen Intelligenz (AGI).

OpenAI und Robotik: Neue Schritte Richtung 2025

Robotics-Team unter neuer Leitung
OpenAI – das Unternehmen hinter dem bekannten Sprachmodell ChatGPT – ist dabei, sein Robotik-Team wieder auszubauen. Die neu eingestellte Leiterin Kitlen Kalinowski bringt umfassende Erfahrung aus ihrer Zeit bei Meta (ehemals Facebook) mit, wo sie unter anderem an AR-Brillen gearbeitet hat. Nun fokussiert sie sich darauf, OpenAIs hochentwickelte KI-Systeme (z. B. GPT-4) mit physischer Hardware zu kombinieren.

Warum ist das spannend?

  • Verschmelzung von Hardware und KI: Wenn fortschrittliche Sprachmodelle in Roboter integriert werden, lassen sich nicht nur simple Bewegungsabläufe steuern, sondern auch komplexe Entscheidungen treffen.
  • Praxisnah für Unternehmen: In Fabriken, Lagerhallen oder im Kundenservice könnten Roboter mehr als nur vordefinierte Routinen abspulen. Dank KI wären sie anpassungsfähig und könnten sogar auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren.

Ausblick auf 2025
Gerade im Hinblick auf humanoide Roboter sind viele Expertinnen und Experten überzeugt, dass wir bis 2025 erste breit verfügbare Systeme sehen werden, die menschenähnliche Bewegungen und simple Aufgaben übernehmen können – etwa in der Logistik oder in der Produktion. Die Zusammenarbeit mit KI-Software von OpenAI dürfte diesen Trend weiter beschleunigen.

Neuer Meilenstein bei ChatGPT: „Planned Tasks“ als KI-Assistenz

Was ist ChatGPT?
ChatGPT ist eine KI-Anwendung, die auf dem sogenannten „Transformer-Modell“ basiert. Sie kann Texte verstehen und generieren – von einfachen Antworten auf Kundenanfragen bis hin zu detaillierten Fachartikeln. Viele Unternehmen nutzen ChatGPT bereits für Texterstellung, Wissensmanagement oder Kundenkommunikation.

Die neue Funktion „Planned Tasks“

  • Grundidee: Statt ChatGPT bei Bedarf Fragen zu stellen, können jetzt wiederkehrende Aufgaben definiert werden, die das System automatisch zu festgelegten Zeiten ausführt.
  • Beispiele:
    1. Tägliche Marktanalyse: ChatGPT sendet jeden Morgen um 9 Uhr eine Zusammenfassung aktueller Nachrichten und Börsentrends.
    2. Projekte im Blick behalten: Einmal wöchentlich erinnert die KI-Assistenz an wichtige Deadlines und Meetings, inklusive kurzer Zusammenfassung der letzten Projektfortschritte.
    3. Schulungsimpulse: Wer KI-Kompetenzen im Team ausbauen möchte, kann ChatGPT tägliche „Lernhappen“ verschicken lassen – etwa Tipps zur Zeitplanung oder Updates zu Branchen-News.

Warum ist das relevant?
„Planned Tasks“ sind ein Schritt Richtung autonome KI-Agents, die nicht mehr auf ständige User-Eingaben angewiesen sind. Für Unternehmen könnte dies bedeuten, dass Datenauswertungen, Erinnerungen oder Status-Checks in Zukunft ohne menschliches Zutun ablaufen – ein klarer Produktivitätsgewinn für Teams, die sich damit auf komplexere Aufgaben konzentrieren können.

Microsoft Copilot: KI in Office und Agentenentwicklung

Microsoft Copilot – was steckt dahinter?
Mit „Copilot“ integriert Microsoft die Stärken von KI direkt in seine bekannten Office-Programme wie Word, Excel oder Teams. Das bedeutet unter anderem:

  • Automatische Texterstellung: Dokumente, Berichte oder E-Mails können mithilfe der KI in Sekunden vorformuliert werden.
  • Datenanalyse: In Excel lassen sich Datensätze automatisch auswerten und in übersichtliche Visualisierungen umwandeln.
  • Teamkommunikation: Teams-Nachrichten oder Meeting-Notizen können zusammengefasst und priorisiert werden.

AutoGen v0.4: Eigene KI-Agents entwickeln
Als Ergänzung zu Copilot bietet Microsoft mit AutoGen eine Plattform, auf der sich maßgeschneiderte KI-Agents bauen lassen. Seit dem Update auf Version 0.4 ist die Bedienung noch einsteigerfreundlicher, sodass auch Teams ohne großes KI-Fachwissen erste Prototypen erstellen können. Beispielsweise könnte ein Kundensupport-Agent entwickelt werden, der häufige Fragen eigenständig beantwortet und erst bei komplexeren Problemen eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter einschaltet.

Fokus Deutschland: Humanoide Roboter und Investitionen

Neura Robotics mit Großinvestition
Das deutsche Unternehmen Neura Robotics hat stolze 120 Mio. Euro für die Entwicklung humanoider Roboter eingesammelt. Diese Roboter könnten in wenigen Jahren in Bereichen wie Industrie, Logistik oder Pflege zum Einsatz kommen. Das Besondere: Neura Robotics setzt auf hochflexible Systeme, die sich an unterschiedliche Aufgaben anpassen lassen – vom Produktionsroboter bis hin zum unterstützenden Pflegeroboter.

Chance für den Mittelstand

  • Arbeitsentlastung: Monotone oder körperlich anstrengende Aufgaben lassen sich automatisieren, während sich Beschäftigte komplexeren Tätigkeiten widmen.
  • Wettbewerbsfähigkeit: Wer frühzeitig auf moderne Robotik und KI setzt, kann Produktionsprozesse beschleunigen, Qualitätsstandards sichern und Kosten senken.

Kooperation mit KI-Anbietern
Besonders spannend wird es, wenn deutsche Robotik-Ingenieurskunst mit KI-Software aus dem Hause OpenAI oder Microsoft kombiniert wird. So könnten Unternehmen noch zielgerichteter automatisieren und ganze Wertschöpfungsketten digitalisieren. Das erhöht nicht nur die Produktivität, sondern auch die Innovationskraft deutscher Firmen.

Mark Zuckerberg: Job-Veränderung bis 2025

Zuckerbergs Aussage
Laut Mark Zuckerberg (CEO von Meta) könnte KI bereits 2025 einen Teil der „Middle-Level Engineers“ ersetzen. Diese Aussage weckt einerseits Ängste vor Jobverlusten, andererseits steht sie auch für neue Chancen im IT-Sektor:

  • Automatisierte Programmierung: Code-Vorschläge und automatisches Debugging durch Werkzeuge wie Copilot sind heute schon Realität.
  • Neue Rollen: Unternehmen brauchen künftig Mitarbeitende, die KI-Modelle trainieren, überwachen und strategisch einsetzen. So entstehen neue Jobs, etwa Prompt-Designer*in oder KI-Coaches, während traditionelle Positionen sich wandeln.

Beispiel aus der Praxis
Eine Softwarefirma, die bisher zehn Entwickelnde für ein Teilprojekt benötigte, könnte dank KI-Assistenten Aufgaben schneller erledigen. Die frei werdende Kapazität nutzen die Mitarbeitenden, um komplexere Herausforderungen zu lösen – beispielsweise die Implementierung neuer Features oder Qualitätsprüfungen. Anstatt also nur Stellen zu reduzieren, können Unternehmen in neue, KI-spezifische Kompetenzen investieren und so wettbewerbsfähig bleiben.

AGI: Allgemeine Künstliche Intelligenz – Durchbruch ab 2025/2026?

Was ist AGI?
AGI (Allgemeine Künstliche Intelligenz) beschreibt eine KI, die ähnlich umfassend denken und handeln kann wie ein Mensch. Anders als heutige Modelle, die auf bestimmte Aufgaben spezialisiert sind, würde eine AGI verschiedene Bereiche meistern – von Bilderkennung bis hin zur kreativen Problemlösung, ohne für jeden Bereich separat trainiert werden zu müssen.

Zeitplan

  • Früher ging man davon aus, dass eine AGI nicht vor 2030 oder später erreichbar wäre.
  • Inzwischen wird spekuliert, dass es vielleicht schon 2025 oder 2026 so weit sein könnte. OpenAI hat in der Vergangenheit wiederholt angekündigt, dass ein „baldiger Durchbruch“ im Bereich AGI möglich sei.
  • Was passiert dann? Falls AGI tatsächlich eintritt, könnte dies massive Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Gesellschaft und Wirtschaft haben. Nahezu jeder Bereich, von Administration bis Forschung, stünde vor einem Umbruch.

Was heißt das für Firmen heute?
Es ist sinnvoll, jetzt erste Schritte in Richtung KI zu gehen. Wer bereits kleinere Projekte mit ChatGPT oder Copilot durchführt, kann schnell skalieren, sobald noch leistungsfähigere Modelle oder gar eine AGI verfügbar werden. Das verschafft einen zeitlichen Vorsprung vor Konkurrenten, die den Trend verpassen.

Google Gemini und Gmail: Automatisierte Kommunikation

Google Gemini
Google investiert massiv in Gemini, ein Sprachmodell mit sehr großem Kontextfenster und der Fähigkeit, auf komplexe Anfragen noch besser zu reagieren als frühere Modelle (z. B. BERT oder GPT-3). Damit lassen sich umfangreiche Dokumente schnell durchsuchen und in Sekundenschnelle zusammenfassen.

Neue Gmail-Funktionen

  • Vorschläge für E-Mails: Ob geschäftliche Antworten, Bewerbungsformulare oder Projektstatusmeldungen – die KI macht Formulierungsvorschläge, die stilistisch und inhaltlich zum Kontext passen.
  • Ton-Anpassung: Wer im Eifer des Gefechts eine zu harsche Nachricht tippt, kann den Ton durch die KI automatisch abmildern lassen. Umgekehrt lässt sich auch ein zu freundlicher Stil ins Nüchterne ändern, wenn man sachlicher bleiben möchte.

Für Unternehmen bedeutet dies eine Beschleunigung der E-Mail-Kommunikation, bessere Qualitätssicherung und weniger Risiko, dass unbedachte Formulierungen für Ärger oder Missverständnisse sorgen.

Kreativ-Updates: Luma Labs, Adobe Firefly und Runway

  1. Luma Labs mit „Ray 2“
    • Realistische Video-Generierung: Mit „Ray 2“ lassen sich kurze Clips erstellen, die verblüffend echt wirken. Ob Produktwerbung, kurze Trailer oder Social-Media-Content – der Einsatz ist breit gefächert.
    • Prompt-Steuerung: Die KI reagiert auf Texteingaben wie „Zeige mir eine Szenerie in der Natur mit einem vorbeifahrenden Oldtimer“ und generiert innerhalb kürzester Zeit entsprechendes Videomaterial.
  2. Adobe Firefly: Bulk Create
    • Bis zu 10.000 Bilder können gleichzeitig bearbeitet werden – etwa für Hintergrundanpassungen, Farbkorrekturen oder Formatänderungen.
    • Praxisbeispiel: Online-Shops müssen oft Tausende von Produktbildern in unterschiedlichen Farbvarianten oder Hintergründen darstellen. Mit Firefly lässt sich dieser Prozess enorm beschleunigen, was Zeit und Kosten spart.
  3. Runway Gen-2 Update
    • 4K-Upscaling: Aus 1080p-Videos werden hochauflösende 4K-Clips, die sich für professionelle Präsentationen, Messen oder Imagefilme eignen.
    • Vorteil: Unternehmen, die bereits Videomaterial in Full HD besitzen, können es per KI an heutige Qualitätsstandards anpassen, ohne komplett neue Aufnahmen machen zu müssen.

Wirtschaft und Politik: OpenAIs „Economic Blueprint“

Was ist das „Economic Blueprint“?
OpenAI hat ein Strategiepapier veröffentlicht, in dem es Handlungsempfehlungen an die Politik ausspricht, wie die USA in Sachen KI führend bleiben können. Dabei geht es unter anderem um:

  • Infrastruktur: Cloud- und Datenzentren sollen ausgebaut werden, um große KI-Modelle effizient trainieren zu können.
  • Regulierung: Einheitliche Gesetzgebungen sollen verhindern, dass KI-Projekte durch ein Flickwerk an Regularien ausgebremst werden.
  • Investitionen: Um im weltweiten Wettbewerb – etwa mit China oder der EU – nicht ins Hintertreffen zu geraten, sind staatliche Förderungen und private Beteiligungen gleichermaßen wichtig.

Relevanz für Deutschland
Auch hierzulande wächst das Bewusstsein, dass KI ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist. In Verbindung mit der starken deutschen Industrie (z. B. Automobil-, Chemie- und Maschinenbau) könnte eine weitreichende Integration von KI-Lösungen enorme Vorteile bringen. Dazu gehört natürlich auch, Datenschutz und Sicherheitsstandards zu beachten, was in Deutschland traditionell großgeschrieben wird.

Fazit

  1. Weiterbildung und Schulungen
    • Für Unternehmen ist es essenziell, KI-Kompetenzen frühzeitig aufzubauen. Wir bei AKQUINET arbeiten aktuell an einer umfassenden KI-Schulung, die sowohl für unsere Kunden als auch intern wertvoll ist. Diese wird in der akquinet academy angeboten. Sie vermittelt Allgemeine, praxisnahe Grundlagen sowie konkrete Anwendungsszenarien für Tools wie ChatGPT, Copilot und weitere KI-Lösungen. Damit können Mitarbeitende und Kunden den Wandel aktiv mitgestalten und effizienter arbeiten.
  2. Pilotprojekte und interne KI-Initiativen
    • Erste Pilotprojekte sind ein idealer Weg, um die Einsatzmöglichkeiten von KI zu testen. Bei AKQUINET haben wir eine interne KI-Gruppe gestartet, bei der wir mithilfe fortschrittlicher KI-Techniken erste Ideen und Maßnahmen entwickeln. Die Ergebnisse, die dabei entstehen, fließen direkt in die Beratung unserer Kunden ein. So können wir in Echtzeit lernen, welche KI-Anwendungen wirklich funktionieren und einen Mehrwert liefern.

 

Wer jetzt die Weichen stellt, profitiert von den zahlreichen Chancen im Umfeld von Microsoft Copilot, OpenAIs ChatGPT und den aufstrebenden Robotik-Lösungen in Deutschland. Ob wir schon 2025 oder 2026 eine AGI erleben oder sich diese Entwicklung doch verzögert – die Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt bereits heute. Nutzen wir diese Dynamik, um gemeinsam erfolgreich in die Zukunft zu starten!